Berlin-Marathon 2026

Malte Stockhausen (links) und Timo Lörch (rechts) übernahmen die anspruchsvolle Aufgabe als Guide für den sehbeeinträchtigten Tien-Fung Yap.
Eine besondere Aufgabe übernahm Malte Stockhausen vom LAZ Rhede beim diesjährigen Berlin-Marathon. Als Guide begleitete er den stark sehbeeinträchtigten Tien-Fung Yap, der seinen eigenen Deutschen Rekord in der Paralympischen Kasse T12 (Sehstärke unter 5%) unterbieten wollte.
Malte Stockhausen war dabei mit einem Band mit Tien-Fung Yap verbunden und gab diesem die nötigen Informationen, um Zusammenstöße mit anderen Läufern oder ein Umknicken an Bordsteinkanten zu verhindern: „Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich gleichzeitig laufen, schauen und sprechen muss. Wir sind den Halbmarathon in 1:18:31 Minuten gelaufen, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 16km/h entspricht“, erläutert Stockhausen.
Bereits im letzten Jahr hatte er zusammen mit einem zweiten Läufer diese Aufgabe übernommen. In diesem Jahr wurde er von Timo Lörch abgelöst, lief aber noch bis Kilometer 20 mit den beiden mit, da Lörch erstmals als Guide dabei war. Im Gegensatz zum Vorjahr, als das Duo im ersten Block loslief, durfte Yap mit dem Elitefeld starten: „Dadurch war die Startphase viel entspannter, da wir nicht wie im Vorjahr Slalom laufen mussten. Entsprechend schnell ging es dann auch los“, führt Stockhausen weiter aus.
Auf den letzten Kilometern wurden Yap dann doch die Beine schwer und er hatte mit Krämpfen zu kämpfen. Dennoch konnte er seine persönliche Bestzeit um 7 Sekunden auf 2:38:37 Stunden verbessern und damit auch seinen neuen Deutschen Rekord für Sehbehinderte. Dies ist für Yap ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Para-WM 2027, die in Australien stattfinden wird.
Das nächste Zusammentreffen von Tien-Fung Yap und Malte Stockhausen wird dann schon in vier Wochen beim Frankfurt-Marathon sein. Dort wird Stockhausen Yap nicht unterstützen können, da er selbst seinen ersten Marathon in Angriff nehmen wird.





