U18-Eurpoameisterschaften vom 16. bis 19. Juli in Rieti/Italien

Charlotte Jochmann sammelt erste Erfahrungen auf internationaler Bühne.

Charlotte Jochmann vom LAZ Rhede beendete ihre erste internationale Meisterschaft mit einem 14. Platz. Die amtierende Deutsche Meisterin im Hammerwurf der U18 erzielte im zweiten Durchgang der Qualifikation mit 60,07 Metern ihre beste Weite. Zum Erreichen des Finales am Freitag hätten 60,86 Meter gereicht.

63,50 Meter waren für die direkte Finalqualifikation im Hammerwurf gefordert. Eine Weite, die auch Charlotte Jochmann schon mehrfach übertroffen hat. Die DLV-Trainerin Carolin Streipart, die Charlotte Jochmann vor Ort betreute, hatte auf eine größere Weite gehofft: „Beim Einwerfen hatte Charlotte einen Wurf auf knapp 65 Meter und auch der dritte Versuch wäre in diese Weitenregion geflogen. Leider hat Charlotte in der dritten und vierten Drehung den Rhythmus verloren und der Griff hat noch das Netz berührt.“

Leichtathletik.de sieht den Auftritt von Jochmann überwiegend positiv: „Es bleibt zu hoffen, dass die 17-Jährige gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen und sich mit der Zeit der Stolz auf den ersten internationalen Einsatz einstellen wird.“ Dieser Meinung schloss sich auch ihr Trainer Werner Niehaus an: „Charlotte wirft erst seit drei Jahren und hat bisher alle Ziele, die wir uns vorgenommen haben, erreicht oder übertroffen.“ Sehr positiv bewertet Niehaus auch die Arbeit der jungen Bundestrainerin: „Caro ist sehr offen und wir arbeiten super zusammen und können so Charlotte optimal fördern.“

Beste Hammerwerferin der Qualifikation war mit einer Weite von 68,05 Metern die Ukrainerin Milaniia Kokhan, bei der das Hammerwurf-Talent in der Familie zu liegen scheint: Ihr Bruder Mykhaylo Kokhan ist amtierender Olympia-Dritter.