LAZ-Hammerwurfmeeting am Samstag, den 27. Juni + 54. Internationales LAZ Meeting/Rhede am Sonntag, den 28. Juni + Zeitpläne

Fleur Jong aus den Niederlanden peilt in Rhede den ersten 7-Meter-Sprung einer paralympischen Athletin an.
Die 54. Auflage des Internationalen Leichtathletik-Meetings des LAZ Rhede verspricht schnelle Sprints, weite Sprünge und weite Würfe. Das Meeting startet am Sonntag, den 28. Juni mit einem Rekordversuch. Die 4×100-m-Staffeln vom TSV Bayer 04 Leverkusen und vom ASV Köln starten einen Angriff auf den Staffelrekord des TV Wattenscheid 01 von 38,79 Sekunden aus dem Jahr 2018. Wer diesen nicht verpassen möchte, sollte pünktlich um 12 Uhr seinen Sitzplatz auf der Tribüne eingenommen haben.
Von der Papierform ist der ASV Köln in der Favoritenrolle. Das Quartett startet mit dem Deutschen 200-m-Rekordhalter Joshua Hartmann, Marvin Schulte, Maurice Grahl und Chidiera Onuoha. Marvin Schulte war Teil der Nationalmannschaft, die bei der Staffel-WM in Gabaore (Botswana) den deutschen Rekord auf 37,67 Sekunden gedrückt hat und Chidiera Onuoha hält zusammen mit dem Deutschen Rekordhalter Owen Ansah (9,98s) den Meetingrekord im 100-m-Sprint (10,11s).
Im Anschluss stellen sich die Topsprinter des DLV dann der internationalen Konkurrenz aus Nigeria und Katar, die von Salem Seed angeführt wird, der in 10,01 Sekunden schon an der 10-Sekunden-Marke gekratzt hat.
Ein Flitterwochenende verbringen Luna und Jean Paul Bredau in Rhede. Der derzeit beste 400-m-Läufer Deutschlands geht in Rhede, einen Tag nach seinem Geburtstag und gut zwei Wochen nach seiner Hochzeit mit Luna Bulmahn, über die 200 Meter an den Start. Luna Bredau plant in Rhede sogar mit einem Doppelstart über die 400 und 200 Meter der Frauen.
Große Weiten werden auf der bekannt guten Sprunganlage im BESAGROUP-Sportpark erwartet. Im Dreisprung der Frauen treten mit Ruth Hildebrand und Anna Gräfin Keyseringk zwei DM-Medaillenkandidatinnen aufeinander. Im Weitsprung der Frauen trifft Enie Dangelmaier auf die amtierende Deutsche Vizemeisterin Imke Dahlmann (TSV Bayer Leverkusen) und Maryse Lysolo, die mit einer persönlichen Bestleistung von 6,84 Metern anreist.
Noch weiter ist in diesem Jahr schon Fleur Jong aus den Niederlanden gesprungen. Die mehrfache Paralympicsiegerin hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um in Rhede antreten zu können. Nach einem Sprung auf 6,88 Metern peilt sie den ersten 7-Meter-Sprung einer paralympischen Athletin an. „Die Anlage in Rhede ist einfach top und was Markus Rehm gelungen ist, möchte ich auch schaffen“, spielt Jong auf den sensationellen Weltrekord von 8,72 Metern aus dem Jahr 2023 an. Markus Rehm selbst muss aus Verletzungsgründen für dieses Mal passen.
Bei den Männern geht es für Simon Plitzko (TSG Bergedorf) um die EM-Norm für Birmingham. Er tritt gegen Luka Herden (LG Brillux Münster) an, der die Norm im Winter mit einem Satz auf 8,18 Meter bereits deutlich übertroffen hat, dem aber noch die Leistungsbestätigungsnorm von 7,90 Metern fehlt. Diese hat Plitzko bei den „Tagen der Überflieger“ in Essen mit einer Weite von 7,92 Metern abgehakt.
Traditionell stark besetzt sind auch die Hammerwurfwettkämpfe der Fauen und Männer und der Speerwurf der Frauen. Im Hammerwurf der Frauen tritt auch Charlotte Jochmann an. Allerdings außerhalb der Wertung, da sie als U18- Athletin noch mit dem 3-kg-Hammer wirft. Derzeit befindet sich Jochmann zusammen mit ihrem Trainer Werner Niehaus zur Vorbereitung auf die U18-EM im Trainingslager im Olympischen und Paralympischen Leistungszentrum Kienbaum (bei Berlin).
Die LAZ-Nachwuchstalente präsentieren sich bei den Talentstaffeln und vor allem den Mittelstrecken und Hindernisläufen. Hier fungiert Malte Stockhausen als Tempomacher. Der Hindernisspezialist hat ja bereits sein DM-Ticket in der Tasche und stellt sich wieder einmal in den Dienst seiner jugendlichen Trainingspartner.





