126. Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften am 25./26. Juli 2026 in Bochum-Wattenscheid

Bei den 126. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Wattenscheider Lohrheidestadion war das LAZ Rhede mit Enie Dangelmaier, Malte Stockhausen, Gerrit Visser sowie einer Jugendstaffel der StG Rhede-Sonsbeck-Kevelaer vertreten. „Es ist schon eine tolle Leistung, sich für die DM zur qualifizieren, denn in den technischen Disziplinen und den Läufen gibt es nur ein eng begrenztes Teilnehmerkontingent, das bei 14 Plätzen in den technischen Disziplinen und bei 18 Plätzen im Hindernislauf liegt“, erläutert Palm den hohen Leistungsanspruch des DLV. Nur wenige der 217 teilnehmenden Vereine stellt deshalb mehr als einen Einzelstarter.

U20-Staffel – Abhinoor Josan wechselt auf Till Beckmann (Foto: Dirk Gantenberg)

Ihre erste DM-Teilnahme schaffte das junge Quartett der neuen StG Rhede-Sonsbeck-Kevelaer, das sich bereits bei den Nordrhein-Meisterschaften im April für die U20-Staffel-DM über 4×400 Meter qualifiziert hatte. In Solingen waren mit Noah Belting, Jarne Semmler, Lawrence Kahler und Till Beckmann gleich vier Athleten des LAZ Rhede im Einsatz gewesen. Da sich zwischenzeitlich zwei Athleten des KSV Kevelaer durch gute Leistungen empfehlen konnten und Jarne Semmler kurzfristig wegen einer Erkrankung passen musste, lief die Staffel in Wattenscheid in der Besetzung Noah Belting (LAZ), Moritz Kaenders, Abhinoor Josan (beide Kevelaer) und Till Beckmann (LAZ). Die vier harmonierten auf Anhieb, so dass sie sich in guten 3:32,43 Minuten gegenüber den Landesmeisterschaften um exakt zwei Sekunden steigern konnten und damit den 15. Platz errangen.

Malte Stockhausen – engagierter Vorzeigeathlet des LAZ Rhede (Foto: Dirk Gantenberg)

Malte Stockhausen ging sein vorerst letztes Hindernisrennen sehr offensiv an und lag zwischenzeitlich auf Kurs zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Jedoch kostete ihn das Rennen sehr viel Kraft, da er an den Hindernissen und am Wassergraben nicht immer die Ideallinie fand. Auf den letzten drei Runden kämpfte Malte bravourös und landete schließlich in 9:00,18 Minuten auf einem guten 12. Platz. Im Ziel wurde er dann von seiner Verlobten, seinen Eltern und vielen extra angereisten Fans gebührend gefeiert. „Malte ist seit Jahren einer der Vorzeigeathleten des LAZ Rhede. Sein sportlicher Einsatz und sein Engagement für die jungen Sportlerinnen und das gesamte LAZ Rhede sind einfach klasse!“, zollt LAZ-Stützpunktleiter Jürgen Palm Malte Stockhausen großes lob. Mittlerweile engagiert sich der Meeresbiologe auch als Athletensprecher im Vorstand des LAZ.

Hammerwerfer Gerrit Visser ist frisch aus den USA zurückgekehrt. (Foto: Dirk Gantenberg)

Gerrit Visser durfte mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Direkt im ersten Versuch erzielte er mit 58,91 Metern seine Tagesbestweite, die ihm in der Endabrechnung den 9. Platz bescherte. Er konnte dabei einige deutlich höher eingeschätzte Konkurrenten hinter sich lassen. Gerrit ist erst seit Anfang Juli wieder in Deutschland, nachdem er sein IT-Studium in den USA erfolgreich abgeschlossen hat. Es blieben nach einer längeren Wettkampfpause somit nur wenige Trainingseinheiten bei seinem Trainer Werner Niehaus, um für die DM in Schwung zu kommen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung von Gerrit. Er hat das Optimum für sich herausgeholt“, zeigte sich Werner zufrieden mit dem Abschneiden seines Schützlings.

Enie Dangelmaier verpasste hauchdünn den Einzug in die nächste Runde. (Foto: Dirk Gantenberg)

Zwei Zentimeter fehlten Enie Dangelmaier im Weitsprung der Frauen und Malaika Mihambo hätte mühelos ihren neunte DM-Titel geholt. So aber sprang Enie im dritten Druchgang nur 5,99 Meter weit und Mikaelle Assani erreichte mit ihren 6,00 Metern die Runde der besten zehn Springerinnen, in der sie erst 6,57 Meter und in Runde fünf 6,67Meter weit sprang und sich damit den Titel holte. Für Enie spiegelte die DM den Verlauf der gesamten Sommersaison wider. Ihr erster Versuch war sehr weit, aber knapp ungültig. Im zweiten Durchgang erwischte sie eine Gegenwindböe und sprang weit vor dem Brett ab (5,47m). Beim dritten Versuch traf sie das Brett etwas besser, aber der Sprung war etwas zu flach, so dass die besagten zwei Zentimeter für das Erreichen der nächsten Runde fehlten. „Nach der starken Hallensaison hatten wir beschlossen, dass Enie mehr höherklassige Wettkämpfe bestreiten soll, um Punkte für die Weltrangliste sammeln zu können. Dadurch fehlte dann Zeit für gemeinsame Trainingseinheiten in Rhede und auch Regeneration. Es war so zu sagen ein Jahr zum Ausprobieren“, berichtet Jürgen Palm. In der Vorbereitung für die Hallensaison soll deshalb mehr an der Athletik und Schnelligkeit gearbeitet werden, um so die Voraussetzung für größere Weiten zu schaffen.

Insgesamt war die Saison für das LAZ Rhede sehr erfolgreich und es stehen noch weitere Highlights, insbesondere bei den Mannschaftswettkämpfen der Nachwuchsathleten, auf dem Programm.

Ergebnisse

DM-Impressionen (Fotos von Dirk Gantenberg):